12.10.2009, Bergedorf

Bergedorfs bester Freund - Carsten Buhck wird 75

Unternehmer und Mäzen Carsten Buhck wird 75

Wenn es um „sein“ Bergedorf geht, krempelt er die Ärmel hoch, setzt sich mit Ideen, besten Kontakten und wenn nötig auch mit Geld ein: Carsten Buhck, erfolgreicher Unternehmer und Mäzen, feiert Sonntag 75 Geburtstag.

Der Jubilar mischt sich ein und versteht es, Menschen für seine Projekte zu begeistern. Zehn Jahre hält dieser Unruhestand schon an, seit er 1999 die Leitung der Buhck Gruppe an seine Söhne Thomas und Dr. Henner Buhck übergeben hat. Damals reichte er ein modernes Umwelt- und Abfallwirtschafts-Unternehmen an die vierte Generation weiter. Nichts erinnerte mehr an die Spedition mit sieben altersschwachen Lastwagen, die ihm 1959 von seiner Großmutter anvertraut worden war. Die Startbedingungen für den jungen Firmenchef waren seinerzeit alles andere als rosig: Vater und Großvater bereits vor Jahren verstorben, die Firma nahe am Konkurs und der 25-jährige Carsten Buhck selbst frischgebackener Betriebswirt. Doch der junge Mann setzte sich durch, stellte die 1899 gegründete Bergedorfer Traditionsspedition wieder auf die Beine und hielt Ausschau nach zukunftsträchtigen Unternehmensstrategien.

Zum Glück für die Firma und die Region Bergedorf erwies sich Carsten Buhck dabei als Naturtalent. Mit Fingerspitzengefühl und Wagemut machte er aus der kleinen Spedition über die Jahrzehnte ein 500 Mitarbeiter starkes Unternehmen mit 25 Firmen an acht Standorten, vornehmlich im Großraum Hamburg. Buhck eroberte die Bereiche Erdbau, Baustoffhandel und Kiestransport. Er setzte schon 1967 auf die damals aufkommenden Container und entwickelte aus ihnen schließlich das bis heute bekannte Transportsystem für Baustoffe und Bauschutt. Als die Deutschen in den 1970er-Jahren ihr Umweltbewusstsein entdeckten, war Carsten Buhck sofort dabei. Er führte Systeme zu Abfalltrennung und Wiederverwertung ein, war Pionier des Recycling – und Marktführer im Großraum Hamburg. Während die Firma stetig wuchs, widmete sich Carsten Buhck der Lobby-Arbeit, wurde Vertreter des Transportgewerbes auf nationaler und sogar europäischer Ebene.

     
     
 Carsten Buhck mit seinen Söhnen Dr. Henner Buhck (links) und Thomas Buhck (rechts).
     
Das Jahr 1999 markiert dann den Wendepunkt in Buhcks Leben: Zum 100. Geburtstag der Firma räumt er den Chefsessel und zieht sich auch aus der politischen Arbeit zurück. Jetzt steht „sein“ Bergedorf im Mittelpunkt. Buhck ruft die Bergedorf-Stiftung ins Leben, gründet den Freundeskreis „Wir in Bergedorf“ und engagiert sich in diversen Projekten. Dabei schimmert sein unternehmerischer Geist bis heute durch: „Er hasst lange Diskussionen. Dann macht er fünf Minuten Demokratie und entscheidet schließlich selbst“, sagt ein langjähriger Weggefährte.
Eine solche Entscheidung ist auch der Umbau seiner Stiftung, bei der das Erbe seines großen Bergedorfer Vorbilds Kurt A. Körber Pate stand: Seit 2008 ist sie nicht mehr eine breit aufgestellt Förderstiftung, sondern soll eigene Projekte bewegen – in Buhcks Lieblingsthemen Umwelt und Integration. Den Vorsitz der „Buhck-Stiftung“ teilen sich die Schwiegertöchter. Er selbst leitet das Kuratorium.

Erschienen ist dieser Artikel in der Bergedorfer Zeitung vom 2. Oktober 2009.
Verfasser: Ulf-Peter Busse
Download Artikel

zurück zur Übersicht

Ansprechpartner

Bei Fragen sprechen Sie uns persönlich an:

Sandra Hartig
Sandra Hartig
Unternehmenskommunikation
Tel.: 040 - 720 00 0-43
E-Mail