28.07.2011, Hamburg

Können Hallenkräne eigentlich schwimmen?

Das hatten sie die Kollegen von der AUA Rohrstoffhandel GmbH etwas einfacher vorgestellt, als der Auftrag, vier Hallenkräne zu Schrottverarbeiter im Hamburger Hafen zu transportieren, eintraf. Zwei kleinere Kräne von 25m Länge und 2,00 m Breite konnten, nachdem sie zerlegt worden waren, als Schwerlasttransporte abgefahren werden. Hierfür wurde der VW-Transporter der AUA einfach mit gelber Rundumleuchte ausgestattet und begleitete zur Sicherung den Transport.

Interessanter, aber leider auch komplizierter, wurde es, als die größeren zwei Kräne, die jeweils eine Breite von 3,50 m aufwiesen, an die Reihe kamen. Ein Transport in den Hamburger Hafen hätte erst nach 22:00 Uhr, mit Polizeibegleitung und Spezialfahrzeug mit Verkehrsregelanlage von statten gehen können. Leider arbeiten Schrottverarbeiter um diese Uhrzeit jedoch nicht und aufgrund diverser Son-dergenehmigungen war der Verwaltungsaufwand nicht nur hoch, sondern es war eine lange Projektvorlaufzeit nötig. Lohnte dieser Aufwand für einen Weg von nur 500m? Wohl kaum.

Aus der Problematik, 30 to Stahlschrott so bald, wie möglich zu einem Ziel in Sichtweite bewegen zu müssen, entstand die anfängliche Schnapsidee, den Transport über´s Wasser, also die Elbe, zu organisieren. In der Firma Taucher Knoth fand sich ein geeigneter Projektpartner, der die Idee keineswegs für Spaß hielt. Man stellte einen Schwimmkran nebst Besatzung zur Verfügung und schon wurde es ernst.  Innerhalb von zwei Stunden waren die sechs Kranteile mit einem Gewicht von 30 to be- und entladen und fanden ihre letzte Bestimmung beim Schrottverarbeiter.

           
           
           

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