12.01.2012, Grambek/Hagenow
Der Gesetzgeber hat die Einführung der Wertstofftonne, die derzeit verstärkt in den Medien auftaucht, auf den Weg gebracht. Sie wird voraussichtlich den guten alten “Gelben Sack” ersetzen. Denn die Wertstofftonne nimmt nicht nur Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen auf, sondern auch “stoffgleiche Nichtverpackungen”, wie es in der Sprache der Entsorger heißt. Das schließt auch Abfälle aus z.B. Metall und Kunststoff, wie Töpfe oder Kinderspielzeug, ein. So können in sinnvoller Weise auch die Stoffe, die keine Verpackungen sind, einer geordneten Verwertung, bzw. einem Recycling zugeführt werden. So wird der Hausmüll weiter um “Wertstoffe” verringert. Die Wertstofftonne muss bis 2016 flächendeckend in den Städten eingeführt sein, fordert der Gesetzgeber.
Die Abfallabteilung des Landkreises Ludwigslust und der Willi Damm GmbH, einem Unternehmen der Buhck Gruppe, haben bereits ein Konzept für die Aufstellung der Tonnen in einem Testgebiet entwickelt, in dem Damm heute schon die Gelben Säcke abholt: Der Stadt Hagenow mit etwa 10.500 Einwohnern. Seit Dezember 2011 wurden hier knapp 4.000 Behälter aufgestellt und die Gelben Säcke entfallen seitdem. Dies ist natürlich auch ein Akzeptanztest bei der Bevölkerung.
Die so gesammelten Abfälle werden aufwändig von der Firma Damm separat eingesammelt und sortiert, um eine Sortieranalyse durchführen und die enthaltenen Stoffe prüfen zu können. Dies erfolgt gemeinsam mit dem Landkreis und in Abstimmung mit den Dualen Systemen. Es wird ermittelt, welche Auswirkung die Wertstofftonne auf das Sortierverhalten der Bürger hat und wieviele stoffgleiche Nichtverpackungen zusätzlich erfasst und recycelt werden können.
Sobald eine Auswertung erfolgt ist, werden wir von den Ergebnissen berichten.
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