Flutungsverfahren
Das 2-Komponenten-Flutsystem zur Sanierung undichter Kanalabschnitte ist ein grabenloses Rohrsanierungsverfahren, dass auch für besonders problematische Bereiche geeignet ist.
Bei der Entwicklung des Flutungsverfahrens wurde größter Wert auf die Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit gelegt. So entstand ein System auf Silikatbasis für einen breiten Anwendungsbereich.
Die beiden Komponenten (T1 und T2) werden einzeln – nach erfolgter Vor- und Zwischenreinigung - in den Leitungsabschnitt gefüllt und sickern über die Undichtigkeiten in das umgebene Erdreich. Außerhalb der Rohrleitung findet eine Gelbildung der Komponenten statt. Der Rohrinhalt wird wieder abgesaugt und kann erneut verwendet werden.
Der Einsatzbereich
Das Flutungsverfahren ist für den Einsatz in drucklosen, erdverlegten Abwasserleitungen konzipiert. Besonders geeignet ist das Flutungsverfahren dort, wo alle bisher bekannten Verfahren nicht angewendet werden können, z.B. in verzweigten Netzen, in Biegungen, unter Fabrikhallen und Tankstellen und speziell im Hausentwässerungsbereich.
Vielfach ist es sinnvoll, das Flutungsverfahren auch in Verbindung mit partiellen Sanierungsverfahren einzusetzen, um die Gesamtdichtheit einer Leitung zu erzielen. Das Flutungsverfahren dichtet alle im Boden verlegten Rohrmaterialien wie Steinzeug, Beton, Faserzement, Kunststoff oder Gusseisen ab.
Es eignet sich zum Abdichten von Rissen, undichten Muffen oder fehlenden Muffenabdichtungen sowie kleinerer Undichtheiten. Problematische Einsatzbereiche, wie z.B. infiltrierendes Grundwasser, können - in Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten - ebenfalls mit dem Flutungsverfahren saniert werden.
Das Flutungsverfahren ist nicht geeignet, die Statik eines Kanals wieder herzustellen. Ebenso ist dieses Sanierungsverfahren bei Wurzeleinwüchsen ungeeignet.
Umweltverträglichkeit
Die beim Flutungsverfahren verwendeten Lösungen sind ungiftig. Das Flutungsverfahren ist eine speziell formulierte silikatische Lösung mit hoher Viskosität. Bei der Herstellung der Lösungen werden nur Stoffe verwendet, die auch als Nahrungsmittelzusätze bekannt sind.
Die Umweltverträglichkeit des Flutungsverfahrens wurde am Hygieneinstitut in Gelsenkirchen untersucht. Dabei zeigt sich insbesondere die sehr gute Abbaubarkeit der Einzelkomponenten im Boden. Ebenso konnten keine toxischen Inhaltsstoffe festgestellt werden.
Materialbeständigkeit und Gewährleistung
Das Flutungsverfahren ist beständig gegen Säuren und Laugen, wie sie im Abwasserbereich auftauchen können, folglich auch gegen biogene Schwefelsäure. Das gebildete Gel ist alterungsbeständig und nach der Aushärtung schrumpffrei. Es löst sich nicht auf, bleibt formstabil und verhält sich auf Dauer absolut umweltneutral.
Das deutsche Institut für Bautechnik hat mit der Zulassungsnummer Z-42.3-280 sowie Z-42.3-369 für den Einsatz im Tankstellenbereich die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung erteilt. Wir gewähren daher für TUBOGEL® eine Garantie von fünf Jahren.
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